Freitag, 15. Mai 2026

War is a Promise -14.05.2026 Halle am Rhein Köln - Kalasche -Wave of Fear - Loathsome -Verpest

 
Heute ist Christi Himmelfahrt – oder wie wir sagen: Der Tag, an dem Jesus das Homeoffice endgültig in die Cloud verlegt hat. Ich bleib lieber hier unten und mach Krach – der Himmel ist mir zu leise!
Jesus ist aufgefahren, ich fahr lieber zur nächsten Show nach Köln.

als ertst
Kalasche - roher HC Crust . Duisburg
 Das ist verdammt wütend und verdammt roh. Die Lead-Linien über der treibenden Rhythmusgitarre schneiden wie ein Messer durch heiße Butter und bringen alles zusammen, um dunkle und manchmal düstere Songs zu schaffen. Das Schlagzeug hat einen druckvollen Sound, der an den militärischen Stil der klassischen Anarcho-Bands der 80er Jahre erinnert.Die Vocals werden mit einem Gefühl von Dringlichkeit und Bösartigkeit vorgetragen.
 Nichtsdestotrotz offenbaren Kalasche eine überdurchschnittliche Fülle an Raffinesse, Detailarbeit und tonnenweise süchtig machender Hooks um diese sieben Wetterfronten aus halsbrecherischer Ekstase fest zu verankern und gleichsam auf ein durchweg fortschrittliches Level anzuheben.
Top Auftritt 
 

weiter mit  
Wave of Fear - Raw Punk / D Beat . Ghent, Belgium
 Geradliniger, crustiger Raw Punk mit einer kalten und klinischen Darbietung. Da es keinen Grund gibt, die Dinge unnötig zu verkomplizieren, halten sich WAVE OF FEAR nicht mit zu vielen Akkorden oder Tempowechseln auf. Keine prätentiösen Gitarrensolos, kein Hauch einer Welt, die etwas anderes bereithält als Leid, Schmerz und Verzweiflung.Eine solide Vorstellung einer Band, die man im Auge behalten sollte. Aber so alt und abgestanden wie das in der Theorie klingen mag, so frisch kommt das in der Praxis hier dennoch rüber und das ist nicht zuletzt einigem unbeirrbaren Händchen für starkes Songmaterial zu verdanken und einer angemessen rohen, treibenden Performance um die einfach gestrickten Hooks wackelfest zu verankern.
Auch hier war alles Perfeckt 
 

nun auf der Bühne  
Loathsome - Grindcore . Ghent, Belgium
Belgien und Grindcore? Aber natürlich! Die Leute in diesem Land haben einen verdammt guten Geschmack, wenn es um extreme Genres geht…
 Zwar finden sich im Mix keine radikal neuen Elemente, doch ist es Loathsome gelungen, eine gelungene Balance zwischen der Rasanz des Grindcore, der Durchschlagskraft des Death Metal und einem modernen, scharfkantigen Sound zu finden. Sicher, hier und da erhascht man vertraute Momente, Melodien und dergleichen – doch diese Band besitzt zweifellos ihren ganz eigenen Stil und Grind-Ansatz. Nun, warten wir ab, was diese Jungs in Zukunft für uns bereithalten werden Gut gemacht, Loathsome.  Ausgesprochen reizende Minuten von Gerümpel chaotischem Lärm, der gleichsam aber auch von einem stabilen, rigiden Grundgerüst beisammen gehalten wird, vorwärts getrieben von einer rohen, hyperfokussierten Darbietung.

 
Als letze 
Verpest - Anti Human Pestcore .Ghent, Belgium
Mit einer satten Dosis knallharten Crust – durchsetzt von Hardcore- und Grindcore-Einflüssen und vermengt mit einer tödlichen Dosis dreckigen Metals – präsentiert sich „ VERPEST
 Die Texte kreisen um menschenfeindliche Themen und beleuchten das hasserfüllte Verhalten des Einzelnen.
 Mosh (Hate Speech), Punker (Bulldozing Bass), Stan (Six String Chainsaw Gutsfukk) und Kissaak (Hammering Tornado) sind die Pseudonyme der vier Bandmitglieder, von denen die meisten ihre Texte auf Niederländisch ins Mikrofon brüllen. Nicht, dass die Band etwa nach hochtrabenden literarischen Texten streben würde – ganz im Gegenteil. Es geht einzig und allein darum, ein Ventil für ihre Wut, für ihren Hass zu finden. Infizierte Menschen weinen, übersät mit Geschwüren! Ich wirbele inmitten von Krankheiten, mein Herr! Glücklicherweise sind die meisten Texte für uns beim Zuhören nicht wirklich verständlich. Schon mal 2025 in Köln auf Bauwagenplatz gesehen .
 Ist derart hoher Klasse, dass viele andere Bands kaltblütig töten oder ihre Seele verkaufen würden für eine Handvoll solcher Songs.
  

all pictures 14.05.2026  are  here

Dank geht an die

 









Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen